Neues zu Hause fürs MacBook Air

Tasche für Laptop
Tasche für Laptop

Dieses gute Stück ist in der Not entstanden, weil sich mein Mann mal wieder eine neue Tasche zugelegt hat. Ich bin verwirrt – decken sich sonst nicht immer Frauen mit Taschen für sämtliche Gelegenheiten und Outfits ein? Mein Göttergatte scheint da wohl ein Exemplar der anderen Art zu sein. Trendy, modisch, schick – lautete der Auftrag. In der Einfachheit liegt das Detail.

Die Tasche ist passgenau für ein 13 ” MacBook Air. Ich war selbst ein bisschen überrascht, dass mein Augenmass mich da nicht im Stich gelassen hat. Das Ganze ist echt kinderleicht.

Hier die Anleitung zum Ausprobieren:

  • Materialien: Filzstoff (Breite: 34cm, Höhe: 25cm, Tiefe: 3mm), Nähgarn, Applikationen
  • Schritt 1 – 2 Filzstücke á 34 x 25cm zuschneiden.
  • Schritt 2 – Die Applikationen nach Lust und Laune aufnähen bzw. aufbügeln.
  • Schritt 3 – Die Filzstücke links auf links zusammenlegen und knappkantig (5mm) 3 Seiten umnähen. Ob ihr die breite oder schmale Seite offen lasst, ist dabei völlig schnuppe.

Viel Spaß dabei!

 


Geburtenfreudiges Volk

Jetzt sagt doch noch mal einer, dass die Deutschen nicht geburtenfreudig sind. In meinem engeren Umfeld ist von der Bevölkerungsschrumpfung zumindest nix zu sehen. Ganz im Gegenteil, denn in diesem Jahr werden mehr als fünf kleine Racker geboren. Wenn das mal nicht die Wirtschaft ankurbelt. Damit die neuen Erdenbürger sich auch wohl fühlen, bin ich derzeit an einer ganzen Reihe von Projekten dran, die ich hier natürlich alle vorstellen möchte. Ich habe mich in allem möglichen versucht und festgestellt, dass ich nicht nur Spaß an der Nähmaschine habe, sondern auch den Rest der DIY-Palette ziemlich spannend finde. Mein erstes Werk war dieser kleiner Teddybär, der auch tatsächlich wie einer aussieht. Ich habe einen ganzen Tag gebraucht, um das gute Stück fertig zu bekommen, denn häkeln war mir bis dahin so fremd wie Tansania und gehörte für mich eigentlich zur Generation 60 plus. Die Anleitung von Nadelspiel ist super einfach und auch für absolute Beginner geeignet.
Teddy


Angry Egg

Dieses “Angry Egg” ist doch wirklich zum Schreien. Wer noch nie eine Häkelnadel in der Hand hatte und sich dennoch nicht von der Kunst des Amigurumi abbringen lassen will, sollte damit anfangen.


Australia is calling

Über Weihnachten und Neujahr geht es wieder ab nach Down Under. Will – mein Mann – ist waschechter Aussie und wir machen alle zwei Jahre eine Stippvisite bei seiner Familie. Diesmal wird es ein richtiges Event, denn wir haben im Sommer geheiratet und müssen selbstverständlich auch da unten mit Allen darauf anstoßen. Die Australier sind nämlich ein richtig feierwütiges Völkchen. Von wegen Deutschland ist die Biernation Nr. 1. Wer einmal da unten war, wird eines besseren belehrt. Die verwechseln Bier nur allzu gern mit Wasser. Wer Australier mal in Natura sehen möchte, braucht nur mal einen Ausflug aufs Oktoberfest in München zu machen. Dort werden alle Klischees in 5 Minuten bestätigt.

Die Vorbereitungen für unseren dreiwöchigen Trip laufen auf Hochtouren. Diesmal musste ich ganz schön die Ärmel hochkrempeln, denn wir sind mit Anhang unterwegs. Mit dabei sind neben meiner Mutter auch noch einige Tanten, Onkel und Freunde. Es ist gar nicht so einfach, alle unter einen Hut zu bekommen. Das wird eine richtige Herausforderung, zumal meine Familie sich nur mit dem Satz “Kennt to me?” verständigen kann, was so viel heißen soll wie “Kennst du mich?”. Na das wird ein Spaß. Wir haben sogar schon einen Bus gemiet, um die Meute durch Australien zu befördern. Ich hoffe, es geht uns keiner “absichtlich” verloren im tiefsten Outback. Mit so einigen Wine testings zwischendurch lässt sich das aber sicher prima aushalten. Das wird ein Bild für die Götter, wenn wir in unserem Tourbus durchs Land ziehen. Fehlt nur noch die Deutschlandfahne und die umhäkelte Klopapierrolle. Mal schauen, ob ich dafür noch ein Plätzchen in meinem Koffer frei machen kann. Die Tourigruppe aus Deutschland ist im Vormarsch! Nehmt Euch in Acht!

Neben Sydney und Melbourne besuchen wir auch die Weltmetropole Macksville. Da muss man auf jeden Fall mal gewesen sein. Dieses kleine Örtchen liegt genau zwischen Sydney und Brisbane und hat allerlei zu bieten. Hier wohnen nämlich meine Schwiegereltern. Obwohl genau genommen wohnen sie im Busch ca. 5km außerhalb in einem total abgelegenen Holzhaus. Ich kam mir vor wie im Film, als ich das erste Mal dort hinkam. Das Haus sieht wie aus einem Märchen entsprungen aus. Es ist total schnucklig. Der Garten ist total verwildert mit ganz vielen tollen bunten Blumen. Innen ist das Haus mit allen möglichen Kitsch vollgestopft, was es nur noch sympathischer und gemütlicher wirken lässt.

Die Familie von Will ist mindestens genauso aufgeregt wie meine. Sie haben schon alle möglichen Vorbereitungen getroffen. Onkel Chris ist zum leidenschaftlichen Eventmanager mutiert und hat alles fest im Griff. Er hat extra eine Kuh gekauft. Zu dumm nur, dass das liebe Vieh ganz andere Zukunftspläne hat, als sich für ein leckeres Barbeque herzugeben. Es hält streng nämlich streng Diät und nimmt kein Gramm zu. Im Dezember tickt die Welt in Australien ja bekanntlich genau anders rum. Wir werden also die Party bei gefühlten 50 Grad celebrieren. Für Abkühlung ist aber schon gesorgt. In einem Kühlraum kann jeder wieder einen kühlen Kopf bekommen.


Klein aber fein

Als absoluter Nähanfänger – ich verzichte hier mal auf diesen Gender-Scheiss – habe ich mich natürlich erstmal auf Dinge gestürzt, die einfach zu überschauen sind und bei denen man nicht gleich wieder die Flinte ins Korn wirft. Geduld gehört nämlich nicht unbedingt zu meinen Tugenden. Herausgekommen ist dieses schicke Kleidchen. Ein Schnittmuster hatte ich nicht. Die Größe habe ich so Pi mal Daumen bestimmt. Das Ziel aber stand fest: es sollte wie ein Kleid aussehen. Dass das auf Anhieb klappt, hätte ich nicht für möglich gehalten.

Babykleid, Sommerkleid, Mädchenkleid, DIY, Nähen

Während des Projektes hatte ich auch meine erste ernstzunehmende Auseinandersetzung mit einem Schrägband. Das war wahrlich kein Zuckerschlecken. Ich habe die Herausforderung aber angenommen und den Kampf gegen dieses unberechenbare Ding gewonnen. Es hat zwar einige Spuren hinterlassen, aber an und für sich sieht das Kleid ja ganz passabel aus.

Die Materialien wie Stoff und Applikation habe ich – wie man unschwer erkennen kann – bei Frau Tulpe gekauft. Das ist übrigens mein absoluter Lieblingsladen in Sachen Näh- und Stoffbedarf. Ich könnte mich dort dumm und dämlich kaufen. Hier aber mal ein kleiner Tipp in Sachen Einkaufsvorbereitung: setzt Euch für den Besuch bei Frau Tulpe ein Limit und nehmt den Betrag in bar mit. Auf gar keinen Fall die EC- oder Kreditkarte einstecken. Das geht sonst grundsätzlich in die Hose.

Einen Abnehmer für das Kleid gab es auch gleich. Mailene (1) war hin und weg und fand vor allem die aufgenähte Tasche ganz praktisch. Das Kleid wurde feierlich bei einem netten Grillabend eingeweiht. Die kleene Zuckerschnecke hat sich ganz selbstverständlich alle möglichen Essensreste für schlechte Zeiten in die Tasche gehamstert. Wo sie das wohl her hat? Man weiß es nicht.


About me

Oh jeminee, wie aufregend. Mein allererster Eintrag im Blog. Was für die meisten von Euch wahrscheinlich schon zur Routine geworden ist, bedeutet für mich einen riesen Schritt ins ungewisse Etwas. Naja, was solls! Irgendwann muss da wohl jeder mal durch. Hier bin ich also! Ich habe hier eine ganze Menge vor und freue mich über rege Anteilnahme.

Zuerst aber mal ein paar Kleinigkeiten zu meiner Person. Ich stamme aus der Prignitz. Falls es Euch interessiert, wo das ist, dann kann ich nur sagen – am Arsch der Welt! Deshalb habe ich vor 13 Jahren auch die Flucht ergriffen und bin nach Berlin gezogen. Hier fühle ich mich pudelwohl und habe mich sozusagen assimiliert. Die Voraussetzungen dafür habe ich gleich mitgebracht, denn ich habe jeden in Grund und Boden “berlinert”. Ich habe Geographie studiert und versuche mich seither ziemlich erfolgreich in der sozialen Stadtentwicklung.

Meine eigentliche Leidenschaft gehört dem Reisen. Wie für wahrscheinlich 90 Prozent aller Erdenbürger gibt es für mich nix schöneres, als neue Ecken auf der Welt zu erkunden. Ich habe schon eine ganze Menge erlebt und so einige Länder gesehen. Irgendwie habe ich es aber immer versäumt, meine Erlebnisse aufzuschreiben. Das soll sich in Zukunft ändern. Ich möchte unter “trips” sowohl Fernreisen als auch kleine Tagestrips vorstellen. Vielleicht ist ja für den ein oder anderen etwas dabei.

Meine zweite Passion gehört neuerdings dem Nähen. Irgendwie hatte ich immer das Bedürfnis nach einem anständigen Hobby. Gedacht, gesagt, getan! Die Grundlagen habe ich im Grundschulalter bei meiner Omi gelernt. Da ging es aber eher um Tischdeckchen häkeln und Socken stricken. Ich kann mich noch erinnern wie wir beiden da stundenlang an so einem kleinen Teil rumgefummelt haben. Dazu gabs immer Kekse und Hagebuttentee mit mindestens fünf Löffel Zucker. Oma wusste, was gut für mich ist. Vor gut einem Jahr kam ich auf den Splien einen Weihnachtswandkalender zu nähen. Die Nähmaschine dafür habe ich mir von der Mutti geborgt. Sie wusste da leider noch nicht, dass sie das Ding nie wieder sieht. Der Kalender war der Knaller. Nach und nach habe ich mich dann an verschiedene Kleidungsstücke probiert und gemerkt, dass mir das echt Spaß macht. Unter “handmade” findet Ihr meine ganzen Projekte.

So, dann viel Spaß beim stöbern. Ob Familie, Freunde  oder Fremde – jeder ist hier herzlich willkommen! Ich gebe mir die allergrößte Mühe den Blog hier am Laufen zu halten und mit Texten und vor allem Bildern zu füttern. Versprechen kann ich aber  selbstverständlich nix.

misses gill